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Biesbosch-Symposium blickt in die Zukunft

Wie können wir sicherstellen, dass das Gleichgewicht im Nationalpark De Biesbosch erhalten bleibt? Das war die zentrale Frage des Symposiums "De Biesbosch, jetzt und später" am 20. November in Dordrecht. Denn der einzigartige Nationalpark zieht viele Besucher und Unternehmer an. Aber diese Anziehungskraft hat auch eine Kehrseite, denn die Natur ist verletzlich. Anwohner, Unternehmer, der Rijkswaterstaat, Naturorganisationen, Gemeinden und andere interessierte Kreise blickten bei dem Treffen vor allem in die Zukunft. Wie sehen wir den Biesbosch in dreißig Jahren?

Eröffnet wurde das Symposium von Tanja de Jonge von der Gemeinde Dordrecht mit einem Appell an den Staat und die Provinz. "Der Biesbosch ist etwas Besonderes und die Bedeutung dieses Gebiets für die gesamten Niederlande ist groß. Wir leisten bereits einen großen Beitrag zum Schutz des Gebiets, aber wir können es nicht allein schaffen. Helfen Sie uns! Anschließend führte der Kabarettist und Vogelbeobachter Begijn le Bleu die Teilnehmer durch eine Geschichte rund um das Thema Naturerlebnis. Warum finden wir seltene Vögel so besonders und gehen an anderen Vögeln einfach vorbei? Er betonte auch den Wert der Natur für unser Wohlbefinden. Denn die Natur lässt den Geist zur Ruhe kommen.

Förster Harm Blom von der Forstkommission berichtete über alle Entwicklungen in diesem Gebiet. Er begann seinen Vortrag mit einem Luftbild. "Denn aus der Luft sieht man erst richtig, wie verletzlich der Biesbosch ist. Ein Stück Natur, umgeben von Industrie und Landwirtschaft." Er erläuterte die Herausforderungen, vor denen der Biesbosch steht. Die Wälder leiden und es wachsen immer mehr Pflanzen, die eigentlich nicht in dieses Gebiet gehören. Aber zum Glück gibt es auch gute Nachrichten. So gibt es im Biesbosch, auch dank des Einsatzes von Freiwilligen, viel weniger Müll. Das Projekt "Raum für die Flüsse" schafft auch neue ruhige Lebensräume für Vögel, und die Sperrung von Teilen des Biesbosch für Besucher während der Brutzeit zeigt Wirkung. Er betonte auch die Bedeutung der Bildung. "Denn es ist so wichtig, dass Kinder und Jugendliche eine schöne Erfahrung im Park machen, damit sie später auch besser auf ihn aufpassen."

Nach der Pause führte Ina Konterman, Projektleiterin bei Rijkswaterstaat, die Besucher durch die Entwicklungen rund um das PAGW-Vorerkundungsgebiet Biesbosch-Rhein-Maas-Mündung. Ina begann mit der Entstehung des Biesbosch, einem Gebiet, das als einer der Hotspots im Rahmen der ökologischen Herausforderung des PAGW-Riviers-Systems gilt. Untersuchungen zeigen, dass die Wasser- und Naturqualität in den größeren Gewässern des Biesbosch und der Rhein-Maas-Mündung noch nicht gut genug ist. An einigen Stellen verschlechtert sich die Qualität sogar. Die PAGW erforscht Möglichkeiten, ein robustes und widerstandsfähiges Ökosystem für die Zukunft zu entwickeln. Ina nannte mehrere Beispiele für mögliche Lösungen. Diese Pläne werden in den kommenden Jahren gemeinsam mit den Partnern weiter erörtert werden.

Schließlich hatte die junge Generation das Wort. Die Mittzwanziger Senne, Melina und Mirthe stellten den anwesenden Vorstandsmitgliedern kritische Fragen. Anfang des Jahres hatte das Trio die Laarzenmars im Biesbosch begleitet. Bei diesem Spaziergang mit Kappenstiefeln kamen die Jugendlichen über die Entwicklungen im Biesbosch ins Gespräch. Während des Symposiums fragte sich Senne zum Beispiel, ob in dreißig Jahren überhaupt noch Erholung im Biesbosch möglich sein wird. Sowohl die Ratsmitglieder als auch der Förster betonten, dass dies möglich sei, dass aber das Gleichgewicht sorgfältig überwacht werden müsse. Mirte fragte sich, was die Menschen selbst tun können, um den Biesbosch zu schützen. Stadtrat de Jonge erklärte, dass es wichtig sei, mehr Grün um das Gebiet herum zu erhalten. "Wir motivieren zum Beispiel die Einwohner von Dordrecht, die Fliesen in ihren Gärten durch Grün zu ersetzen". Melina fragte, ob man vielleicht auch dem Biesbosch Rechte einräumen könnte. Damit der Nationalpark auch eine Stimme bekommt, wenn wichtige Entscheidungen getroffen werden müssen. Laut Wemke van der Weij von IVN Natuureducatie gibt es da durchaus eine Möglichkeit. "Es ist gut, wenn sich die Menschen bewusst werden, dass man auch gut für die Natur sorgen muss. Rights for Nature kann dabei sicherlich helfen."